Ginkgos stinken nicht! Oder doch?

Und zwar in Essen – Dort hat man vor etlichen Jahren Ginkgo Biloba gepflanzt und jetzt riechen sie nach Buttersäure. Zum Kotzen!

Denn Ginkgos sind „zweihäusig getrenntgeschlechtig“, das heißt, jede Pflanze ist entweder männlich oder weiblich. Die weiblichen tragen nicht nur das charakteristisch fächerförmige grüne Blatt, sondern in Essen auch erstmals seit Jahrzehnten ihre grünen, mirabellenartigen Früchte. Klingt hübsch und lecker? Weit gefehlt. Die Samen enthalten Buttersäure, und diese „stinkt erbärmlich“, wie es eine Mitarbeiterin der Stadt ausdrückt – und zwar nach Erbrochenem. Ein vorsichtigerer Kollege von ihr spricht lieber von „Geruchsbelästigung“. Buttersäure, verursacht durch Darmbakterien, kann beim Menschen auch Mundgeruch verursachen. Die zerplatzten Früchte auf dem Bürgersteig bedeuteten außerdem ein „Sicherheitsrisiko“, sagt die Stadtmitarbeiterin: Fußgänger könnten auf ihnen ausrutschen.

ginkgo

Mindestens 20 Jahre brauchen Ginkgos bis zur Geschlechtsreife, und mit ihr beginnen, ähnlich wie beim Menschen, die Probleme für das Umfeld. In Essen beklagten sich Anwohner über den Gestank, wandten sich schriftlich und telefonisch an die Stadt. Die städtische Einrichtung Grün & Gruga, in Essen für öffentliche Botanik zuständig, will die Bäume noch im Winterhalbjahr fällen.

Jetzt pflanzt man halt Ahorn. Der stinkt wenigstens nicht.

In Essen stinken Ginkgos zum Himmel – Panorama – Süddeutsche.de.

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